
„Oma, Opa ─ wie war das damals eigentlich?“
Prägende Vorbilder, Werte und Ereignisse im Generationenvergleich
Ausschreibungsunterlagen hier downloaden:
History-Award 2010 Ausschreibung (pdf)
History-Award 2010 Technische Anleitung zur Teilnahme (pdf)
History-Award 2010 Teilnahmebogen (pdf)
Geschichte wird jeden Tag geschrieben und man erlebt sie täglich unmittelbar. Der Stellenwert bestimmter Ereignisse oder Persönlichkeiten wird hingegen oft erst im Rückblick greifbar. Dabei werden die Ereignisse naturgemäß unter veränderten Rahmenumständen und Verhältnissen betrachtet.
Umso interessanter ist der Vergleich von persönlich erlebter Geschichte mit der heutigen Sicht der selben Ereignisse im Rückblick und in der Geschichtsschreibung. Gemeinsam mit seinen Partnern FOCUS-Schule Online und P.M. HISTORY, möchte der TV-Sender HISTORY Schüler dazu aufrufen, ihre Großeltern zu einzelnen Ereignissen zu befragen, die diese prägten und zu erfahren, ob sie Vorbilder und Werte hatten und haben und um welche es sich hierbei handelt.
Ziel ist eine generationenübergreifende Diskussion, die die prägenden Ereignisse, Werte und Persönlichkeiten der Großelterngeneration mit denen ihrer Enkel, also der heutigen Schüler vergleicht.
Der bundesweite Geschichtswettbewerb um den History-Award 2010 richtet sich an Schüler aller Altersstufen. Die Diskussionen einzelner oder mehrerer Schüler mit den Großeltern oder anderen angehörigen der Großelterngeneration zum oben genannten Thema sollen in Form eines Interviews aufgezeichnet und zusammen mit einer kurzen Projektbeschreibung im Internet unter www.history-award.de bis Mitte April hochgeladen werden.
Neben dem Gespräch, das sich auf jeweils einen konkreten Aspekt (z.B. ein Ereignis, ein Vorbild) konzentrieren soll, gehört auch die mediale Aufbereitung zur Aufgabenstellung. Technische Hilfsmittel können Videokamera, digitale Kompaktkamera aber auch mp3- oder Handykamera sein.
Alle Beiträge werden hier, unter www.History-Award.de der Öffentlichkeit präsentiert und dort von den Internetnutzern sowie der hochkarätigen Jury des History-Award bewertet. Der History-Award ist mit einem Geldpreis dotiert und wird in der ersten Junihälfte 2010 in München verliehen.
Die detaillierte Ausschreibung und alle Informationen zu Jury, Zeitplan und Anforderungen an die Projektbeiträge finden Sie in den unten angehängten Dokumenten.
HISTORY Deutschland verleiht jährlich den HISTORY-AWARD. Die in 2005 ins Leben gerufene Auszeichnung wird je nach ihrem wechselnden thematischen Bezug unter verschiedenen Zielgruppen ausgeschrieben. Mit seinem Geschichtspreis sucht der Geschichtssender HISTORY in erster Linie Städte, Institutionen und seit 2007 Schüler, die sich in Projektarbeit in herausragender Weise um das Thema Geschichte verdient gemacht haben oder aktuell bemühen. Ziel des History-Award ist die Anerkennung und Auszeichnung solcher aktiver Bemühungen und Verdienste.
Die Jury für den History-Award besteht aus dem wissenschaftlichen Beirat des Senders und je nach Thema und Anlass hinzu geladenen Fachleuten. Der Beirat, der den Sender auch generell in beratender Funktion unterstützt und in Sachfragen zur Verfügung steht, hat acht ständige Mitglieder. Diese sind Prof. Dr. Guido Knopp, Prof. Dr. Johannes Moser (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Dr. Dr. Herbert Kalb (Universität Linz), Prof. Dr. Nada Boškovska Leimgruber (Universität Zürich), Dr. Christian Hartmann (Institut für Zeitgeschichte), Dr. Sascha Priester (Redaktionsleiter P.M. History, P.M. History Special und P.M. Perspektive) FOCUS Chefredakteur Helmut Markwort sowie Robert Hültner (Autor und Dokumentarfilmer). Prof. Dr. Knopp steht mit seiner Kompetenz als Historiker und seiner Erfahrung in Sachen medialer Aufbereitung von wissenschaftlichen Inhalten zur Verfügung. Er repräsentiert gleichzeitig die mittlerweile dreizehnjährige Partnerschaft von HISTORY mit dem ZDF. Außerdem unterstützt Dr. Peter Lautzas (Vorsitzender des Geschichtslehrerverbandes Deutschland) den Beirat in seiner Juryarbeit.
Der History-Award wurde erstmals im Herbst 2005 anlässlich des 15. Jahrestages der Wiedervereinigung ausgeschrieben. Insgesamt 60 Städte im Osten Deutschlands wurden dazu aufgerufen, ihre Entwicklung in den 15 Jahren vor dem Hintergrund der veränderten Bedingungen seit der Wiedervereinigung darzustellen.
Unter den Einsendungen setzte sich Chemnitz als Sieger durch. Ausschlaggebend für die Wahl der Stadt Chemnitz war unter anderem der Umgang mit den einzigartigen Identitätsproblemen durch die Umbenennung der Stadt im Jahr 1990. Ähnlich wichtig bei der Beurteilung war die gelungene Umgestaltung des Stadtzentrums von einer sozialistischen Musterstadt in eine urbane City sowie die Bewältigung des Strukturwandels seit 1990. Kulturell fielen nicht zuletzt die Bemühungen um die jüdische Gemeinde ins Gewicht, die 2002 im ersten Neubau einer Synagoge in Ostdeutschland – neben Berlin – mündeten. Generell fiel die gleichzeitig kritische wie positive Darstellung positiv auf.
Den Ehrenpreis für die „History-Stadt der Wiedervereinigung“ in Form des Senderlogos, überreichte Senderchef Dr. Andreas Weinek an den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, Dr. Peter Seifert. Das Ziel dieser Ausgabe des History-Award war die Anregung der Bevölkerung zur Identifikation mit ihrer Stadtgeschichte. Ein beeindruckendes Medienecho trug hierzu bei.
Die zweite Ausschreibung des History-Award richtete sich bundesweit an Städte und Kommunen, weswegen der Deutsche Städtetag eingebunden wurde, dessen Präsident Christian Ude die Schirmherrschaft des History-Award in 2006 übernahm.
Zum Thema des Wettbewerbs „Persönlichkeiten – Städte – Geschichte“ wurden Projekte gesucht, mit denen an je eine Person oder Personengruppe erinnert wird, deren Leistung, Lebensweg oder Schicksal besonders bedeutsam waren. Wichtig war die möglichst kreative und innovative Herangehensweise an die jeweilige Thematik.
Ausgezeichnet wurde das Kölner Projekt „Navajos und Edelweißpiraten – Unangepasstes Jugendverhalten in Köln 1933-1945“. Damit setzt sich das Kölner NS-Dokumentationszentrum mit seiner Einreichung zum History-Award 2006 gegen rund einhundert Städte aus elf Bundesländern durch. Hamburg belegt mit dem Projekt „Ballinstadt“ den zweiten und Nürnberg mit dem Projekt „Albrecht Dürer-Stadt“ den dritten Platz in der Bewertung durch die Jury.
Das Projekt des Kölner NS-Dokumentationszentrums befasste sich mit Kölner Jugendgruppen, die sich bewusst abseits der Hitlerjugend zusammenfanden und jugendliches Verhalten anders interpretierten, als es das Regime vorgab. Die aktive Erinnerung an diese Jugendgruppen und deren vom unpolitischen bis hin zum Widerstand reichenden Verhalten hat sich das NS-Dokumentationszentrum seit 2004 zur Aufgabe gemacht. Adressat dieser Arbeit waren die heutigen Jugendlichen, weswegen die „jugendkompatible“ Aufarbeitung der Thematik im Vordergrund stand. Die Arbeit hatte zudem eine Impuls gebende Wirkung für die wissenschaftliche Forschung.
Der History-Award 2007 wurde als bundesweiter Schüler-Geschichtswettbewerb von HISTORY zusammen mit FOCUS-SCHULE Online ausgetragen. Unterstützt wurden die Austragungspartner vom Geschichtsmagazin P.M. HISTORY. Das Thema des Wettbewerbs lautete „Jüdisches Leben in Deutschland – gestern und heute“. Der Ausschreibung des History-Award 2007, der unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, stand, waren Schülergruppen und Schulklassen aus elf Bundesländern gefolgt. Gefragt war kreatives Engagement und die Auseinandersetzung mit jüdischer Kultur in Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Projekte, die sich aus Texten, Fotos und Videos zusammensetzen, beantworteten den hohen Anspruch mit neuen Ideen, hohem Einsatz und dem klaren Ziel, ihre Definition jüdischen Lebens und auch jüdischer Alltagskultur einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.
Der History-Award 2007 hatte zwei Gewinner. Die neunköpfige Jury entschied sich aufgrund eines Gleichstandes bei den Bewertungen sowohl für das Filmprojekt der Regine-Hildebrandt Schule Birkenwerder bei Berlin über „W. Michael Blumenthal. Eine Lebensgeschichte zwischen Exil und Wiederkehr“ als auch für den Beitrag der Staatlichen Berufsoberschule Nürnberg mit dem Titel „Fürth – das fränkische Jerusalem“.
Das symbolträchtige Jahr 1968 gab einer ganzen Generation ihren Namen. Politische und gesellschaftliche Themen bewegten in den späten Sechzigerjahren eine große Zahl engagierter Jugendlicher, die ihre Interessen offen kundtaten. Doch die Jugend war nicht nur vor vierzig Jahren bewegt, sondern besondere Ereignisse, Idole oder gemeinsame Ideen gaben und geben Jugendlichen regelmäßig den Anlass, ihre Meinung gemeinschaftlich zum Ausdruck zu bringen.
Anlässlich der 40. Jährung des viel zitierten Jahres 1968 trug HISTORY seinen Geschichtswettbewerb um den History-Award 2008 zum Thema „1968-2008 – Jugend zwischen Politik und Lebensgefühl“ aus. Gemeinsam mit seinen Partnern FOCUS-SCHULE Online und P.M. HISTORY regte der TV-Sender mit dem Schülerwettbewerb zur Auseinandersetzung mit dem Thema Jugend- und Studentenbewegung an. Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 13 wurden von HISTORY eingeladen, sich mit Hilfe ihrer Lehrer Gedanken über die unterschiedliche Gestalt von Jugendbewegungen zu machen. Mittels Recherche in Lehrmitteln, Büchern, durch Gespräche mit Eltern, Verwandten, Bekannten und Lehrern sollten sich die Teilnehmer ein Bild von früheren Jugendbewegungen machen oder selbst beschreiben, was ihrer Ansicht nach eine Jugendbewegung auszeichnet. Die Ergebnisse ihrer Arbeit konnten die Schüler in multimedialen Projekten darstellen, in denen ein Text mit Fotos und/oder selbst erstelltem Filmmaterial verbunden wird. Die Finalisten sind nach wie vor unter www.focus-schule.de/history-award zu sehen. Schirmherr des Wettbewerbs war Rainer Langhans.
Die Jury entschied sich mehrheitlich für den Beitrag „Münster – eine Provinzhauptstadt in den 68ern“ von Schülern des Pascal-Gymnasiums Münster. In einem Film vergleichen diese die Demonstrationen Jugendlicher gegen Rechtsradikalismus aus den Jahren 1968 und 2006 und erörtern deren jeweilige Motivation und die Folgen.
„Der 9. November 1989: Wie der Mauerfall unsere Geschichte veränderte“ lautete das Wettbewerbsthema 2009. HISTORY hatte zu Beginn des Jahres gemeinsam mit seinen Partnern FOCUS-SCHULE Online und P.M. HISTORY bundesweit unter der Schirmherrschaft von Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher Schüler zur Teilnahme aufgerufen und sich mit dem Thema Mauerfall aus ihrer regionalen und persönlichen Perspektive zu befassen. Heraus kamen äußerst vielfältige Beiträge von Schülergruppen im Alter von 11 bis 19 Jahren aus unterschiedlichen Schulsystemen.
Drei Schüler aus dem brandenburgischen Eichwalde wurden durch die Jury zum Gewinner des History-Award 2009 gekürt. Der Preis in Form eines hölzernen H wurde ihnen von Schirmherr und Bundesminister a.D. Hans Dietrich Genscher sowie HISTORY-Senderchef Dr. Andreas Weinek in München für ihre Arbeit mit dem Titel „Die doppelte Mauer“ überreicht.
Das Projekt „Die doppelte Mauer“ zeichnet die Entwicklung der Haftanstalt Hohenschönhausen vom Untersuchungsgefängnis zur Gedenkstätte nach und setzt auf ausgewählte Zeitzeugen. Auf Rang zwei folgte der Arbeit der Eichwalder Gymnasiasten das Projekt „Zwei Tage im November 89“ von Gesamtschülern aus dem hessischen Rotenburg. Platz drei ging an Fachoberschüler aus dem bayerischen Neusäß mit ihrem Beitrag „Hat sich etwas verändert?“
Im Rahmen der Verleihung im Münchner Sophiensaal machten ein Bühneninterview von
Prof. Guido Knopp mit Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher und die Anwesenheit des Zeitzeugen und ehemaligen Häftlings von Hohenschönhausen Dieter von Wichmann die Ereignisse vor und um 1989 für alle Anwesenden greifbar.
Die Stimmen der Jury fasste Dr. Sascha Priester (P.M. HISTORY) zusammen:
„Wie veränderte der Mauerfall unsere Geschichte? Die Jury war gespannt darauf, wie Jugendliche, die den 9. November 1989 aufgrund ihres Alters nicht selbst miterlebten, auf diese Frage antworten würden. Tatsächlich greifen die Einsendungen der Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl von Aspekten des Ereignisses heraus: Aus ihrem meist unmittelbaren, regionalen Umfeld beleuchten sie das Schicksal von politischen Häftlingen, vermitteln das alltägliche Leben von Zeitzeugen einst und heute und verschweigen auch nicht manch verklärenden, gar verdrängenden Blick auf die DDR. Die Beiträge der Finalisten bestechen durch die Nutzung unterschiedlicher Medien, von der PowerPoint-Präsentation bis zum Video,und zeugen von dem großen Geschichtsbewusstsein einer neuen Generation, das uns als Jury-Mitglieder begeistert hat und uns die Entscheidung schwer machte."
HISTORY ist der erste Sender in der Bundesrepublik, der sich rund um die Uhr dem Thema Geschichte widmet. Das Programm besteht ausschließlich aus Dokumentationen und bietet dabei informative und gleichzeitig unterhaltsame wie spannende Einzelsendungen und Reihen sowie Sonderprogrammierungen zu aktuellen Anlässen. Der Programmkatalog beinhaltet preisgekrönte Sendungen, die in ihrer Vielfalt sowohl die Antike, mittelalterliche Geschichte, Zeitgeschichte, Militärgeschichte und die Entwicklung von Technologien thematisieren, hinterfragen und erklären. Rund 25 Prozent der Programme stammen vom ZDF, das mit HISTORY bereits seit 1995 eine Produktionspartnerschaft unterhält.
HISTORY ist ein digitaler Abo-Kanal und wird über Kabel und Satellit verbreitet. Er wird bundesweit über die digitalen Plattformen der Netzbetreiber Kabel Deutschland, Unitymedia, Kabel Baden-Württemberg, PrimaCom und den Eutelsat Kabelkiosk angeboten. In der Schweiz wird der deutschsprachige Sender HISTORY via Cablecom sowie Swisscable und in Österreich über UPC Telekabel, Liwest sowie aonTV (Telekom Austria) und als Mobil-TV bei Hutchison 3G Austria verbreitet. Als Internetportal-Fernsehen gibt es HISTORY bei T-Com im T-Home Complete Plus Paket und bei Arcor. Via DSL wird HISTORY bei Alice homeTV angeboten. Der Satellitenempfang erfolgt über das via ASTRA verbreitete Senderpaket Arena Sat Family und über Sky im Sky Welt Extra Paket. Außerdem ist eine Auswahl der Sendungen von HISTORY als Video on Demand-Angebot bei T-Online, Arcor, Alice und maxdome sowie vor allem auf dem sendereigenen VoD-Plattform unter www.video.history.de erhältlich.
HISTORY Germany wird als Joint Venture von A&E Television Networks und NBC UNIVERSAL Global Networks Deutschland betrieben. Geschäftsführer von HISTORY in Deutschland ist Dr. Andreas Weinek.
Mit über 200 Millionen TV-Empfangshaushalten in 145 Ländern und 25 Sprachen ist HISTORY das einzige internationale Fernsehnetzwerk, dessen Programm sich ausschließlich geschichtlichen Themen widmet. HISTORY ging erstmals im Januar 1995 in den U.S.A. auf Sendung und wurde in den folgenden Jahren international verbreitet. Alle weltweit angesiedelten Sender von HISTORY sind einzigartig und werden jeweils direkt vor Ort geführt, betrieben und programmlich auf den jeweiligen Markt und das jeweilige Publikum ausgerichtet.
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